Das Bundeskabinett hat heute den 1. Bericht der Bundesregierung zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft beschlossen.
Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee erklärt dazu:
“Die Immobilienwirtschaft leistet einen erheblichen Beitrag für die Volkswirtschaft insgesamt. Sie ist eine wichtige Wachstumsbranche. Auch in der Finanzkrise bleibt der deutsche Wohnungs- und Immobilienmarkt ein stabilisierender Faktor für die Gesamtwirtschaft. Das liegt insbesondere an den in Deutschland üblichen sicheren und langfristig ausgerichteten Finanzierungsinstrumenten, wie z.B. Festzinshypotheken und Bausparen. Es gab in den vergangenen Jahren keine spekulativen Übertreibungen und keine Immobilienpreisblasen, daher auch aktuell keine Zusammenbrüche, die die Gesamtwirtschaft belasten. In den USA ist der Immobiliensektor Auslöser der Finanz- und Wirtschaftskrise, in Deutschland ist diese Branche ein wichtiger und sicherer Stabilitätsfaktor.
Die Wohnungsversorgung in Deutschland ist gut. In den vergangenen Jahren wurde vorrangig bestehender Wohnraum saniert und modernisiert. Die Bundesregierung hat gezielte Maßnahmen für die energetische und die altersgerechte Anpassung von Wohnungen und Häusern geschaffen. Allein über das CO2- Gebäudesanierungsprogramm mit einem Investitionsvolumen von 40 Milliarden Euro konnten seit 2006 bis heute über 900.000 Wohnungen energetisch saniert oder gleich energieeffizient gebaut werden. Im Rahmen des Konjunkturpakets I wurden die Mittel noch einmal kräftig aufgestockt. Im Auge behalten müssen wir aber auch den Neubau in Deutschland. Er bewegt sich aktuell an der Untergrenze des nachhaltigen Bedarfs. Diese Entwicklung werden wir weiterhin aufmerksam verfolgen. Es darf nicht zu einem Unterangebot kommen, das dann zu höheren Mieten führen würde.
Die soziale Sicherung des Wohnens ist auch in Zukunft Schwerpunkt unserer Wohnungspolitik. Wir haben das Wohngeld reformiert und seit Beginn dieses Jahres deutlich angehoben. Die Leistungsverbesserungen haben insgesamt ein Volumen von 520 Millionen Euro. Rund 800.00 Haushalte profitieren davon.
Rund eine Million Wohnungen wurden seit 2004 bis 2008 von ausländischen Investoren gekauft. Wir beobachten diese Entwicklung genau, ob sie negative Auswirkungen auf Wohnungsmarkt und Stadtentwicklung hat.”
Quelle: http://www.bmvbs.de/Presse/Pressemitteilungen-,1632.1078773/Tiefensee-Immobilienwirtschaft.htm?global.back=/Presse/-%2c1632%2c0/Pressemitteilungen.htm%3flink%3dbmv_liste%26link.sTitel%3dimmobilienwirtschaft%26link.sKategorie%3d
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